Das Lesepult und die großen Leuchter

Unter den Dinanderien des Chors betrachten Sie zunächst das Lesepult. Seine Auflage ist das einzige mittelalterliche Messingelement, das in der Stiftskirche erhalten geblieben ist. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und gehörte ursprünglich zu einem Osterleuchter. Ein feines Netz gotischer Lanzettbögen umgibt das Christusmonogramm. 1731 wurde dieses ältere Stück für das heutige Lesepult wiederverwendet.

Ringsum stehen sechs große, 1,85 Meter hohe Leuchter aus gegossenem Messing. Sie bilden kein ursprünglich zusammengehöriges Ensemble, sondern drei Paare, die im 17. Jahrhundert nacheinander gestiftet wurden. Das erste Paar von 1629 gehörte der Bruderschaft des Allerheiligsten; das zweite von 1640 der Marienbruderschaft. Das dritte wurde 1668 von einem Bürgermeister von Dinant und seiner Ehefrau gestiftet.

Von der Gotik des 15. Jahrhunderts bis zum Barock des 17. Jahrhunderts zeugen diese Gegenstände von der langen Tradition der Dinanter Metallhandwerker.